Schwanau erlässt Kita-Beiträge für zwei Monate

Die enstehenden Kosten werden teilweise aufgefangen SCHWANAU. Die Kommune erlässt für Januar und Februar Elternbeiträge für Kitas und Verlässliche Grundschule. Darauf verständigte sich der Gemeinderat am Montag. Der Einnahmeausfall von rund 61.000 Euro kann über Landeszuwendungen teilweise kompensiert werden. Auf Anordnung des Landes wurden Corona-bedingt am 16. Dezember 2020 erneut sämtliche Schulen und Kitas geschlossen. Für reguläre Öffnungstage wurde eine Notbetreuung organisiert. Für die sechs Schwanauer Kitas werden die eingezogenen Januar-Gebühren an Eltern erstattet, die die Notbetreuung nicht in Anspruch nahmen. Die Februar- Gebühren werden nicht erhoben. Ebenso wird auf die Januar- und Februargebühren für das Betreuungsangebot Verlässliche Grundschule verzichtet. Die Verwaltung wies darauf hin, dass die eingerichtete Notbetreuung nur einem begrenzten Kreis an Kindern zur Verfügung stand. An Eltern sei appelliert worden, das Angebot nur in Anspruch zu nehmen, wenn keine Alternative bestehe. Der Gebührenverzicht bedeutet für die Gemeinde einen überplanmäßigen Ausfall von rund 61.000 Euro. Über Kompensationszahlungen des Landes in Höhe von rund 31.000 Euro kann das Minus teilweise aufgefangen werden. Kritik übte Bürgermeister Wolgang Brucker an der Landesregierung. Ende Januar sei aus Stuttgart schriftlich angekündigt worden, für die Zeit der Schließungen von Schulen und Kitas eine Gebührenerstattung von 80 Prozent zu übernehmen. „Netto handelt es sich für uns um nur knapp 50 Prozent. Aber in Stuttgart als Stadt wird allem Anschein nach anders gerechnet als bei uns auf dem Land“, sagte Brucker. Dem Verwaltungsvorschlag zur Entlastung der Eltern schloss sich der Gemeinderat an. Thorsten Mühl
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